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Erlebnisbericht Laufcamp Juli

Das Laufcamp in Bad Krozingen vom 23.-26.07.2009 war aus der Sicht eines Sportlers gesehen einfach genial!!!!

Donnerstag, 23.07.2009:

Für die Anreise zu unserer Unterkunft Hotel-Pension Gabriela hatten wir bis 18.00 Uhr Zeit, was für uns Hunsrücker, die bis Bad Krozingen 335 Kilometer mit dem Pkw zurückzulegen hatten, sehr von Vorteil war. So konnten wir zu Hause noch alles erledigen und nach dem Mittagessen in Richtung Bad Krozingen starten.

Der Check-In in der 3-Sterne Hotel-Pension „Gabriela“ war sehr freundlich und unkompliziert. Das uns zugewiesene Zimmer war sehr geräumig, freundlich und vor allem sehr sauber.

Bei unserer Ankunft erhielten wir Unterlagen über Bad Krozingen, so dass wir uns, nachdem wir uns frisch gemacht und umgezogen hatten, bereits einen Überblick über den Ort und seine Möglichkeiten verschaffen konnten, bevor wir uns zur Begrüßung durch den Leiter der Bäder und Kur GmbH als Veranstalter des Laufcamps im nahegelegenen Hotel Ott auf den Weg machen mussten.

Die Begrüßung war sehr freundlich und wir lernten unseren Laufcoach Fernando Schüber sowie die anderen Laufcamp-Teilnehmer kennen. Sofort wurde klar, dass wir uns alle super gut verstehen würden, was sich später auch bestätigte, obwohl wir alle unterschiedliche Charaktere sind und vor allem auch unterschiedliche Laufvoraussetzungen für das Laufcamp mitbrachten.

Das Abendessen à la carte im Hotel Ott war sehr gut und die Bedienung freundlich.

Um 22.00 Uhr war der Tag für uns zu Ende.

In der Hotel-Pension „Gabriela“ mussten wir sehr schnell feststellen, dass das Gebäude sehr hellhörig ist (man hörte, wenn Schranktüren im Nachbarzimmer geschlossen und wenn Stühle über den Boden geschoben wurden) aber da sich dort überwiegend Senioren befanden, war die Nachtruhe gegeben.

Die Bettmatratzen waren ungewohnt weich, aber da wir in den kommenden Tagen immer absolut müde ins Bett fielen, war dies unrelevant.

Um ca. 22.00 Uhr sind wir hundemüde zurück zu unserer Unterbringung und ins Bett.

Freitag, 24.07.2009

Um 08.30 Uhr erwartete uns wieder die freundliche Mitarbeiterin der Hotel-Pension „Gabriela“, welche uns ein zu einem ausgewogenen Frühstück Eier und Kaffee reichte.

Um 09.00 Uhr mussten wir zum Konferenzraum der Verwaltung der Bäder- und Kur Gmbh, welcher sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe zu unserer Unterkunft befand.

Hier erwartete uns unser Laufcoach Fernando Schüber, welcher uns in das Laufseminar einführte. Wir stellten uns gegenseitig mit Namen, Alter und Laufambitionen vor und gaben unsere Erwartungen an das Laufcamp preis. Nahtlos gingen die Gespräche in den Fachvortrag „Trainingssteuerung, ganzheitliches Lauftraining, videogestützte Laufstilanalyse und Optimieren der Lauftechnik“ von Fernando Schüber.

Der Vortrag war dermaßen fesselnd, weil jeder eigene Trainingsfehler, die er in der Vergangenheit am eigenen Leib erfahren hatte, erkannte, so dass keiner der Anwesenden auf die Idee kam, eine Pause einlegen zu müssen.

Plötzlich war es schon Zeit für das Mittagessen. Auch während des Mittagsessens im Kurhaus, welches ebenfalls exzellent war, wurde der vorherige Fachvortrag noch thematisiert.

Auch der anschließende Fachvortrag „Herz und Puls mit rehabilitativem Präventions-Check“ von Fernando Schüber und Claudia Kagel war von gleicher Qualität und sehr informativ. Zum ersten Mal wurde uns aufgezeigt, dass Herzfrequenz und Pulsfrequenz nicht das Gleiche sind und dass es verschiedene Möglichkeiten des Ausdauertrainings gibt. Auch wurde uns zum ersten Mal anschaulich erklärt, warum Ausdauertraining separat zu einem Geschwindigkeitstraining durchgeführt werden sollte. Wir verstanden zum ersten Mal, dass bei einer Trainingseinheit eher die Belastung des Herzes trainiert wird, während eine andere Trainingseinheit die Erweiterung der Schwelle zwischen aeroben und der anaeroben Phase als Ziel hat.

So war auch nachvollziehbar warum ein individueller Trainingsplan für jeden einzelnen Läufer unabdingbar ist.

Nach diesem lehrreichen Vortrag erwartete uns der erste Landschaftserlebnislauf, welcher etwa 7 km durch die Bad Krozinger Umgebung führte. Man konnte bei langsamem Laufschritt die Vogesen, den Hochschwarzwald, die bereits 2m hohen Maisfelder, die nicht abgeernteten Spargelfelder, den Bachlauf des Neumagen und den Kurpark bestaunen. Bei lockerem Lauftempo und Gesprächen lernte man sich in der Laufgruppe näher kennen.

Im Anschluss an den Landschaftserlebnislauf stand eine Stadtführung per Fahrrad durch Freiburg auf dem Tagesplan, welche von Fernando Schüber geleitet wurde. Mit dem Fahrrad kamen wir in Freiburgs Insider-Ecken, bestaunten das Heliotrop, die Solarsiedlung, das „Bermuda-Dreieck“, die Schrebergärten, die Baubuden-Siedlung und vieles mehr.

Um etwa 19.00 Uhr erreichten wir die Gaststätte „Paradies“, welche sich als absoluten Insider-Tip darstellte.

Ach was schmeckten nach einem solchen sportlichen Tag das alkoholfreie Weizenbier und der Flammkuchen so gut. J

Schade, dass ein so schöner Tag auch nur 24 Stunden hat.

Samstag, 25.07.2009

Um 08.00 Uhr wiederholte sich das Frühstück vom Vortag: gleiche freundliche Mitarbeiterin und wieder ein ausgewogenes Frühstücksbüffet. Sogar unsere Senioren-Tischnachbarn waren die gleichen wie am Vortag

Da der um 09.00 Uhr stattzufindende Vortrag der Firma RONO durch Krankheit des RONO-Mitarbeiters ausfiel, fanden wir eine Stunde Zeit, um den Daheimgebliebenen Urlaubssouvenirs zu besorgen. Das wäre durch den straffen Zeitplan des Laufcamps anderenfalls leider nicht möglich gewesen.

Um 10.15 Uhr trafen sich die Laufcamp-Teilnehmer verabredungsgemäß vor der Vita Classica, in der uns um 10.30 Uhr der Fach-Vortrag mit Praxis „Alternatives Training im Wasser, Aqua Cycling, Aqua-Jogging“ erwartete. Die Referentin steckte uns alle mit ihrer gutgelaunten Art an und wir radelten und gymnastizierten bis 12.00 Uhr fröhlich und mit immer schwerer werdenden Oberschenkeln durch das Wasser.

Anschließend ging es mit einer halben Stunde Verspätung zum wohlverdienten Mittagessen ins Kurhaus.

Aufgrund der verspäteten Mittagspause konnte Dr. Weinert nicht wie geplant um 13.00 Uhr, sondern erst um 13.30 Uhr mit seinem Fachvortrag "Dumm gelaufen – Laufverletzungen, Vorbeugung, Ursachen, Therapie“ beginnen und erwartete uns bereits sehnsüchtig.

Der Allgemeinmediziner Dr. Weinert brachte die entsprechenden themenbezogenen Informationen sehr verständlich und wieder sehr fesselnd rüber, so dass auch hier nachvollziehbar war, warum man welche Verletzungen durch falsches Training „heranzüchten“ und wie man dies auch vermeiden kann. Da Dr. Weinert selbst Läufer ist und auch Läufer trainiert konnte er praxisnahe Beispiele geben, die für uns Laufcamp-Teilnehmer und absolute Laien auf orthopädischem Gebiet sehr verständlich waren und anschaulich wurden. Denn wer hatte nicht schon selbst mindestens einmal während oder nach einzelnen Lauftrainings ein Ziehen in den Waden oder im Bereich der Achillessehne?

Um 14.45 Uhr hielt die DSV-Trainerin Claudia Kagel ihren Fachvortrag „Ernährung“, der sich mit dem Thema bewusste Ernährung befasste. Kurz und prägnant erläuterte sie die verschiedenen Lebensbausteine des Menschen, welche durch Ernährung beeinflussbar sind. Der Vortrag wurde mit Benennung entsprechender Lebensmittel, die entsprechende Mineralstoffe und Vitamine, Fette, Kalzium, Magnesium, usw., enthalten, abgerundet. Uns allen war zum Ende dieses Vortrages klar, dass er Einfluss auf unsere künftige Ernährung haben wird!!! Es wurde auch deutlich, dass die meisten Billigprodukte von Lebensmitteln mit chemischen Ersatz- und Zusatzstoffen behandelt wurden und daher keine ausgewogene Ernährung erfolgen kann. Daher ist der Kauf nahrhafter Lebensmittel in den meisten Fällen kostspieliger.

Nach diesem Fachvortrag ging es zum zweiten Landschaftserlebnislauf, dem Tuniberglauf. Mit immer noch schweren Oberschenkeln bewältigten wir den Tuniberg und waren anschließend froh, dass wir den Lauf doch erfolgreich hinter uns bringen konnten.

Zum Abschluss dieses anstrengenden Tages suchten wir das Saunaparadies und die Thermen in der Vita Classica auf. Obwohl wir uns schon den ganzen Tag auf das Saunieren gefreut hatten, waren wir psychisch und physisch nicht mehr in der Lage das gesamte Angebot der Vita Classica zu nutzen. Nach einem einzigen Saunagang (manche nahmen sogar noch einen Aufguss in Kauf) waren wir so müde, dass wir nur noch relaxen wollten. Die einen ließen sich anschließend fast eine ganze Stunde von den Strudeldüsen massieren und rührten sich nicht mehr von der Stelle, die anderen ließen ihre Füße in das kalte Fußbecken baumeln und kämpften mit der Müdigkeit.

Da wir noch kein Abendessen zu uns genommen hatten und ab 20.00 Uhr Zeit zur freien Verfügung hatten, trafen sich einige um 21.00 Uhr, um gemeinsam zum Lichterfest zu gehen, welches einmal jährlich stattfindet.

Das Lichterfest war wirklich sehenswert und die Veranstalter hatten sich sehr viel Mühe gegeben, den „Neumagen“ und den Kurpark in ein angenehmes und romantisches Licht zu tauchen, aber die Laufcamp-Teilnehmer waren nicht mehr in der Lage das Lichterfest richtig zu genießen. Die Beine wollten nicht mehr weit laufen und schon gar nicht irgendwo stehen. Aufgrund des vorangegangenen Ernährungsvortrags hätte man außerdem ein sehr schlechtes Gewissen gehabt, sich in die Schlangen der Lichterfest-Besucher zu stellen, welche Pizza, Pommes oder Currywurst erstehen wollten. So suchten die Laufcamp-Teilnehmer ein gemütliches Lokal in Bad Krozingen auf, wo die Füße weit ausgestreckt und das Abendessen an einem Tisch großzügigen Tisch eingenommen werden konnte.

Auf dem Rückweg wurde das Lichterfest noch einmal aufgesucht. Aber da es schon zur fortgeschrittenen Stunde war und am kommenden Morgen bereits um 08.00 Uhr der dritte Landschaftserlebnislauf auf dem Plan stand, suchte man schnell die Gemächer auf, um ausgeruht in den nächsten Tag zu starten.

Sonntag, 26.07.2009

Der bereits um 08.00 Uhr im nüchternen Zustand stattfindende einstündige Landschaftserlebnislauf im angenehmen Small-Talk-Tempo erwies sich als Maßnahme, die einen Energie tanken ließ. Nach dem Lauf fühlte man sich wirklich frisch für den Tag und man fieberte bereits dem gemeinsamen Frühstück im Hotel Ott entgegen.

Im Anschluss an das Frühstück erfolgte dann die bereits seit dem ersten Tag sehnsüchtig erwartete Laufstilanalyse mit anschließender individueller Trainingsplanung für den einzelnen Teilnehmer durch Fernando Schüber. Auch hier wurde wieder einmal deutlich wie individuell jeder einzelne Mensch ist und warum jeder einzelne Sportler einen eigenen individuellen Trainingsplan benötigt und keinen Plan einfach aus dem Internet herausziehen kann.

Zum Abschluss des Laufcamps tauschten wir alle unsere Adressen aus und waren alle der Auffassung, dass es ein gelungenes Laufcamp gewesen ist. Man machte sogar Pläne künftig vielleicht gemeinsam an Laufveranstaltungen im Bereich Freiburg zu starten.

Von Fernando Schüber wurde jedem Teilnehmer eine Stofftasche mit einer Werbeaufschrift von Bad Krozingen mit diversem Inhalt wie Massageöl, Energiedrinks, eine Flasche, Werbeprospekte, usw. übergeben, was eine sehr nette Geste war.

Um 15.00 Uhr mussten wir uns alle leider voneinander trennen.

Fazit:

Das Laufcamp war absolut ein tolles Erlebnis!

Es konnten viele neue Informationen gewonnen werden, sportlich kam man völlig auf seine Kosten (da die leistungsstärkeren von leistungsschwächeren zeitweise auch getrennt wurden), die Unterbringung war super, die Gruppe war klasse, die Referenten waren fachlich sehr kompetent, …

VIELEN DANK FÜR ALLES!!!!! Es war einfach TOLL!!!!

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